In die Flashdatei werden zuerst die beiden Sounddateien über
Datei / Importieren (Strg
+ R) hinzugefügt.
Nach dem Importieren erscheinen diese in der Bibliothek.
Zuerst wird ein kurzes Geräusch, in diesem Fall der kick, dem Kugelfilm
hinzugefügt. Dazu wird der Kugelfilm zur Bearbeitung geöffnet und eine neue
Ebene mit der Bezeichnung Sound hinzugefügt.
In dieser neuen Ebene wird bei Bild 2 ein leeres Schlüsselbild eingefügt.
Nun gibt es zwei Wege den Sound ab Bild 2 abspielen zu lassen.
Erstens, einfach bei markiertem Bild den Sound kick von der Bibliothek auf die
Bühne ziehen oder einen Rechtsklick auf das Bild 2 und Bedienfeld / Sound
auswählen. Dann öffnet sich das Bedienfeld Instanz mit der Registerkarte
Sound. Dort kann man bei dem Punkt Ton: alle in der Bibliothek zur Verfügung
stehenden Sounddateien auswählen.
Die Zeitleiste sieht nun folgendermaßen aus:
Nun können wir einen ersten Testlauf machen und werden feststellen, dass
der Sound doch recht mächtig ist. Deshalb wählen wir im Bedienerfeld Instanz /
Sound beim Effekt Ausblenden.
Nach einem weiteren Testlauf merken wir, dass der Ton zu spät ausgeblendet
wird und wählen den Knopf Bearbeiten aus. Wir sehen, dass der Ton erst im
letzten Drittel ausgeblendet wird. Die viereckigen Kästchen sind so genannte
Angreifer. Diese können verschoben werden und so verschieben wir den jeweils
oberen Angreifer für links und rechts zum Anfang des Tones.
Beim nächsten Testlauf empfinden wir den ganzen Ton einfach als zu lange
und entscheiden uns für eine Verkürzung. Auch dies ist wieder über den Knopf
Bearbeiten möglich. In der mittleren Skala, zwischen der Darstellung des
linken und rechten Kanals, finden wir ebenfalls Angreifer, dargestellt als
kleine vertikale Balken. Den Linken verschieben wir bis ca. zur Mitte des Tons
und blenden dadurch den Anfang aus.
Mit gedrückter Strg Taste lassen sich gleich mehrere Dateien im
Importieren Dialog markieren und auf einen Rutsch importieren.
Soundeinbindung - Hintergrund Musik
Für die Hintergrundmusik benutzt man so genannte Loops. Dabei handelt es
sich um kurze Musikdateien, die in endloser Wiederholung abgespielt werden
können und sich trotz dem wie ein zusammenhängendes Musikstück anhören. In
unserem Beispiel nehmen wir die bereits importierte Datei 130beat_loop.wav.
Wir begeben uns wieder in die Szene 1 und finden hier völlig
vernachlässigt die Ebene 1 vor, die wir in Grafik umbenennen. Des weiteren
wird eine Ebene Sound hinzugefügt.
In der Ebene Sound wird im Bild 1 die Hintergrundmusik eingefügt.
Da es keine Möglichkeit der Endloswiederholung gibt, bedient man sich
einer hohen Zahl im Feld Wdh, die in den allermeisten Fällen ausreichen
sollte. (z.B. 999 x 3,7 Sekunden ergibt eine Spielzeit von über 1 Stunde)
Wir beginnen mit einem neuen Film. Als erstes öffnen wir den Film
08_02a als Bibliothek und holen uns die hüpfende Kugel von dort.
Als zweites öffnen wir den Film 09_01b als Bibliothek und holen uns den
Sound 130beat_loop.wav daraus.
Nun bearbeiten wir das Symbol hüpfende Kugel und fügen eine weitere Ebene
ein, die wir Sound nennen.
Da die Kugel einen sehr kurzen Sprung nur macht, verlängern wir die
Animation auf 43 Bilder und erhöhen den Sprung. Außerdem wir beim ersten Bild
der Wert für Abbremsen auf 100 und beim Bild 22 auf Abbremsen -100 gesetzt.
Zuletzt wird der Sound eingefügt und über das Bedienerfeld Instanz in der
Registerkarte Sound die Sync: auf Stream eingestellt.
Durch Stream wird jedem Bild ein festes Stück des Sound zugewiesen. Selbst
beim Bewegen des roten Abspielknopfes wird der Sound je Bild abgespielt. Durch
diese Einstellung ist sicher gestellt, das wirklich zum gewünschten Bild auch
das entsprechende Stück Sound abgespielt wird. Falls die Animation auf einem
langsamen Rechner ablaufen sollte, kann es jetzt nicht mehr passieren, dass
z.B. der Sound schneller abläuft wie die dazugehörige Grafik.
In erster Linie ist Flash gedacht um Multimedia Inhalte im Web zu
veröffentlichen. Deshalb schauen wir uns auch als erstes diese Funktion an.
Dazu wählen wir im Menü Datei / Einstellungen für
Veröffentlichungen (Strg+Umschalt+f12).
In der Registerkarte Formate wählen wir markieren wir Flash (.swf) und
HTML (.html)
In der Registerkarte Flash gibt es 5 Punkte, die ich näher beschreibe:
Durch die Markierung bei Vor Import schützen
kann diese erstellte swf-Datei nicht mehr in andere Flash Projekte
importiert werden. Diese Funktion lässt sich auch durch ein Passwort
schützen.
Bei JPEG-Qualität kann die Größe der
Bilder in der swf-Datei beeinflusst werden. je niedriger der Wert, desto
schlechter wird die Qualität, aber die Größe der Datei schrumpft. Ein
empfehlenswerter Wert liegt zwischen 65 und 95.
Die Qualität des Stream-Audio
erreicht bei MP3, 64kbs, Stereo eine Qualität, die nahe an der CD liegt. Ja
nach Bedarf kann dieser Wert auf Mono oder auch auf einen niedrigeren
kbps-Wert verringert werden.
Die kurzen Sequenzen beim Ereignis-Audio
können in der Regel von bedeutend schlechter Qualität gespeichert werden.
Die Standardeinstellung von MP3, 16kbps, Mono reicht hier in der Regel
bereits aus.
Zum Schluss noch die Einstellung Version.
Natürlich ist die Animation in unserem Beispiel mit Flash 5 erstellt, aber
sofern keine besonderen Funktionen genutzt wurden, die nicht in der
Vorgängerversion vorhanden waren, kann die Animation auch für Flash 4
erstellt werden. Dies wäre zum Beispiel sinnvoll, wenn die Animation auf
anderen Plattformen genutzt werden soll, auf denen die aktuelle Flashplayer
Version noch nicht verfügbar ist.
Als drittes haben wir noch die Registerkarte HTML.
Durch die Einstellung Größe 100x100 Prozent,
wird die Flashanimation automatisch beim Abspielen an die Größe des
Webbrowser angepasst.
Über die Markierung bei Menü anzeigen
wird die Möglichkeit beeinflusst, ob bei einem Rechtsklick auf die Animation
das Flashmenü eingeblendet werden soll.
Bei Aktivierung von Wiederholung
wird die Flashanimation endlos wiederholt.
Bei Qualität kann man die
Einstellung Optimal übernehmen. Flash sucht sich je nach Rechnertyp die
optimale Qualität vollkommen automatisch. aus.
Nun können wir über den Knopf Veröffentlichen
die Dateien nach unseren Einstellungen erstellen.
Wir sind bisher gewohnt, dass wir direkt die von Flash erstellte swf-Datei
öffnen können. Dies ist aber nur möglich, wenn man den Flashplayer installiert
hat. Dieser wird mit der Installation der Flashentwicklungsumgebung
installiert und ist sonst nicht einzeln zu erhältlich. Für die Nutzung des
Flashplugins im Webbrowser muss die HTML-Datei geöffnet werden.
Wenn wir uns jetzt die automatisch erstellte HTML-Datei anschauen
..\flash\09_02a.html stellen wir fest, dass
noch ein hässlicher Text eingebaut wurde. Um diesen Text zu entfernen reicht
ein einfacher Editor, da HTML-Dateien aus einfachem Text bestehen. Aufgeräumt
sieht die Datei dann so aus:
Hier der Link zur
..\flash\09_02a_bereinigt.html. Wie wir sehen können werden die Parameter
wie z.B. Wiederholung in der HTML-Datei hinterlegt mit <PARAM NAME=loop VALUE=false>
Diese Parameter lassen sich daher auch durch die Änderung in der HTML-Datei
auch wieder beeinflussen.
Veröffentlichen als Programm
Die zweite interessante Variante der Veröffentlichung ist die
Flashanimation als eigenständiges Programm zu veröffentlichen.
Dazu wird je nach gewünschtem Betriebsystem
Windows-Projektor oder Macintosh-Projektor
ausgewählt und der Knopf Veröffentlichen
angeklickt. dass war es dann schon.
Ich hoffe bis hierher hat es Euch genauso viel Spaß gemacht wie mir und ich freue mich schon auf den
Fortgeschrittenen Kurs. Außerdem wird sich noch einiges bei den Projekten tun.
Hier habe ich viele Ideen, die sich langsam entwickeln.